2e5f9f951ea924e81182a84b55bd6fdf.png

„Öko-Design“

2e5f9f951ea924e81182a84b55bd6fdf.png
Designer Interieur Melanie Trinkwell

MÉLANIE TRINKWELL

INNENARCHITEKTIN, MWELL STUDIO


Die Erde ist krank und unser Verhalten ändert sich. Zum Wohle des Planeten hat die junge Generation bereits ihre Art zu essen und zu reisen revolutioniert, nun erfindet sie auch noch eine neue Art, sich einzurichten. Es ist daher nicht erstaunlich, dass Öko-Design boomt und die Blase des „Fast-Konsums“ im Gegenzug endlich zu platzen beginnt …

Der Aufschwung des Secondhand-Handels

Egal ob Kleidung über die Kleiderkreisel-App erworben wird – die übrigens seit Kurzem auch Einrichtungsgegenstände anbietet – oder alles andere auf den bekannten Websites der Gebrauchtwarenanbieter eBay, Le bon coin oder Selency: Secondhand ist „in“ und dies bei allen Altersgruppen. So kann die 2018 lancierte Website Label Emmaüs eine Erfolgsgeschichte vorweisen, deren Ende nicht abzusehen ist. Auf der als „Marketplace“ konzipierten Plattform, die der des Giganten Amazon ähnelt, kann man Produkte verschiedener Anbieter kaufen. Sie stammen aus den Läden der Emmaüs-Bewegung, die es in ganz Frankreich gibt, aber auch von anderen Akteuren der Sozial- und Solidarwirtschaft. Die Online-Schnäppchenjäger tragen zu dieser neuen Art des Konsums bei, indem sie bereits gebrauchte Stücke wieder in Umlauf bringen. Neben niedrigen Preisen kann man dabei eine Rückkehr zu einer gewissen Authentizität konstatieren. In gleicher Weise entwickeln sich Tauschsysteme rasend schnell im Bestreben, einen positiven Konsumkreislauf zu schaffen: erwerben – reparieren – verschenken/vermieten/verleihen.

Selency, Brocante En Ligne Et Son Humour 2.0.

Fotokredit: Selency, Online-Trödelmarkt mit Humor 2.0.

Der Faktor Preis


Konsumenten haben oft eine falsche Vorstellung davon, welcher Preis für ein Möbelstück angemessen ist. Die Dumpingpreise des „schwedischen Riesen“ tragen, nebenbei bemerkt, nicht zu einer wirklichkeitsgetreuen Wahrnehmung der Produktions- und Vertriebskosten bei. Sie müssen wissen, dass das Unternehmen einen beachtlichen Anteil am Welt-Holzverbrauch hat … Allein in Frankreich ist ein Viertel des Waldbestandes für die Produktion von Ikea vorgesehen!


Nachhaltiger Konsum ist ein Luxus, das steht fest. Damit ökologisch verantwortliches Handeln als Kaufargument zählt, muss man dies zunächst gut motivieren. Es ist daher angebracht, die Gesellschaft zu erziehen und die Kosten eines Produktes völlig transparent zu vermitteln; man muss über die Herstellung, die Zusammensetzung und die Lebensdauer informieren sowie den Preis rechtfertigen. Auch wenn ein Gegenstand recycelt ist: Wenn er von der anderen Seite der Erde kommt, dann ist der Zauber des „greenable“ gebrochen … Zumal der Transport den Preis beträchtlich in die Höhe treibt.

Lokal konsumieren


Das 1981 gegründete Unternehmen Alki, ein Möbelhersteller aus dem Baskenland, hebt sich zum Beispiel von der Konkurrenz ab, indem es systematisch lokale Ökosysteme in der Nähe seiner Produktionsstätten nutzt und gleichzeitig großen Wert auf Know-how und handwerkliche Qualität legt. „Wir verwenden bevorzugt natürliche und ökologische Materialien: Eiche, Schurwolle und Naturfasern. Neben den Rohstoffen und der Lebensdauer der Produkte gibt es einen weiteren wichtigen Aspekt: In einem Umkreis von 100 km arbeiten wir mit Werkstätten zusammen, deren Know-how unseres ergänzt“, erklärt Geschäftsführer Peio Uhalde. Im Bereich Wohnraumdekoration gibt es noch mehr Anhänger lokaler Produkte. Für die Designerin Margaux Keller sowie für ihren ganzen Berufsstand werden handwerkliche Fertigung und lokale Produktion immer wichtiger; die Kombination dieser beiden Faktoren bewirkt einen echten „kreativen Boost“. Handwerkskunst steht wieder im Vordergrund: Eine neue, aktive Ära ist angebrochen, die sowohl das Handgefertigte, den Craft-Trend und die Verankerung im Material predigt. Kurz, eine Rückkehr zu den Ursprüngen, im wahrsten Sinne des Wortes.

„Slow“-Konsum


Anders als die zahlreichen Kollektionen, die heute in regelmäßigen Abständen angeboten werden, zielt Öko-Design auf Zeitlosigkeit jenseits der Trends ab. Nach Meinung von Peio Uhalde muss man einen Gegenstand mit einer gewissen Form der Vertrautheit gebrauchen, damit er zum idealen täglichen Wegbegleiter werden kann.

Lassen wir diesen „Möbelphilosophen“ das Schlusswort sprechen: „Der Markt ist voll von Produkten, derer man sich entledigt, weil sie kaputt sind oder einfach, weil man ihrer überdrüssig ist. Die Designer und Hersteller zeitgenössischer Möbel sind für dieses 'Gerümpel' mit verantwortlich. Für mich ist es daher von zentraler Bedeutung, einen Gegenstand zu erschaffen, mit dem man im Alltag zusammenleben kann, dem eine gewisse Unauffälligkeit, eine gewisse Normalität innewohnt. Eine äußerst durchdachte Einfachheit. So erhält derjenige, der ihn benutzt, einen Bezug zu ihm und lernt ihn wertzuschätzen. Dazu muss der Gegenstand aus den richtigen Materialien hergestellt sein und über sorgfältig gestaltete Details verfügen. Dies ist notwendig, aber nicht hinreichend. Außerdem braucht er diesen Charakter, dieses kleine, seelenvolle gewisse Etwas, weshalb man ihn gerne gebraucht, das Lust macht, ihn zu benutzen … immer wieder.“

Eco Design Nouvelle Tendance

Lesen Sie weiter mit:
Karly Santiago Réinventons Notre Intérieur

Voici une question que l’on me pose souvent : comment se déroule la naissance d’un projet de décoration lorsque vous accompagnez un(e) client(e) ? Je vais donc me permettre, dans cet article, de vous livrer la vision toute personnelle qui habite mon esprit lorsque je suis missionnée pour un projet d’aménagement, que cela soit pour un particulier ou un professionnel. Au terme d’un processus créatif long et intense, une relation intime se noue toujours avec les destinataires du projet. Bienvenue dans les coulisses de ma maïeutique !

Geschrieben von: Mélanie Trinkwell, Designer d’intérieur

Ces Petits Objets Fetiches Du Quotidien

2020 ? L’année, si particulière, qui a conduit bon nombre d’entre nous à expérimenter le télétravail. Un nouveau rythme qui s’ets d’abord imposé à nous et qui persiste encore pour certains.

Geschrieben von: Mélanie Trinkwell, Designer d’intérieur

Latmosphere Cosy Des Pieces Sombre

Un titre un brin provocateur qui se décline à bien des teintes. Non, taupe n’est pas une couleur non plus ! Idem pour le blanc et le blanc cassé… Mais que se cache-t-il derrière ces choix timides et pourtant encore très ancrés dans les habitudes des consommateurs ?

Geschrieben von: Mélanie Trinkwell, Designer d’intérieur

Möchten Sie auf der HOME EXPO 2020 ausstellen?

Demandez à être recontacté par nos équipes pour plus d'information…

Möchten Sie die einzigartige Präsenz der HOME EXPO nutzen, um für Ihre Marke zu werben?

Seien Sie mit unseren Sponsoring-Lösungen für Aussteller und Messebesucher sichtbar. Fragen Sie unsere Teams nach Informationen …

Sie benötigen weitere Informationen?

Envoyez-nous Direktive un E-Mail über le formulaire ci-Joint. Nous vous recontacterons dans les meilleurs délais.

Centre Des Congrés Luxembourg